Weltmeisterliche Lauftipps

Mario Stecher erklärt, wie man richtig und vor allem mit Spaß läuft.

 

Laufen gehört zu den beliebtesten Sportarten in Tirol. Gerade in den warmen Jahreszeiten beleben tausende Bewegungshungrige Stadt und Land. Kein Wunder, die natürlichste Form der Bewegung trainiert den ganzen Körper, verlangt nach keiner teuren Ausrüstung und das Training kann optimal in den Tagesablauf integriert werden. Bevor man sich die Laufschuhe schnürt, bedarf es jedoch einiger Vorbereitung: Der zweifache Olympiasieger und Weltmeister der Nordischen Kombination Mario Stecher, Mag. Wolfgang Margreiter, Leiter der Physiotherapie Innsbruck Sanatorium Kettenbrücke (PIK) und Sabine Strauß (Sportphysiotherapeutin PIK) erklären, wie man sich gesund zu mehr Wohlbefinden und Fitness läuft.

15.Mai 2012

Puls gibt den Trainingstakt vor

Zum Einstieg ist ein Belastungstest beim Internisten, Sport- oder Hausarzt mit entsprechender Trainingsempfehlung ratsam. „Den Trainingspuls selbst zu errechnen, ist meist unspezifisch. Die richtige Pulsfrequenz ist aber die Basis für den Erfolg des Trainings. Mein Tipp: Der Status quo sollte mit dem Arzt vor Trainingsstart festgelegt werden. Mit der ärztlichen Empfehlung ist das Training gesund und die Erfolge stellen sich schneller ein“, so Mag. Margreiter. Die Pulsuhr wird zum treuen Begleiter für jeden Läufer.

 

Motivationssport

Für Anfänger ist wichtig, sich kleine Schritte vorzunehmen, dann wird Laufen zum Motivationssport, erklärt Mario Stecher: „Laufen – Gehen – Laufen, am Anfang darf man sich nicht überfordern. Der Erfolg stellt sich beim Laufen vergleichsweise schnell ein: Nach vier Wochen Training, drei Mal in der Woche, können auch oft schon Anfänger bis zu einer Stunde durchgehend laufen. Als einfache Regel gilt dabei: Wer sich beim Laufen noch unterhalten kann, läuft im richtigen Tempo.“ Zu beachten ist jedoch, dass Laufen nicht für jedermann ist. Bei Übergewicht sind gelenksschonendere Sportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Nordic Walking besser zum Trainingseinstieg geeignet.

 

Jeder Muskel im Körper wird trainiert

Mit Laufschuhen, Funktionsbekleidung und Pulsuhr optimal ausgestattet, geht es in eine 5- bis 10-minütige Aufwärmphase, die das Herzkreislauf-System in das sogenannte steady state (Sauerstoffgleichgewicht) bringt. Danach ist der Körper auf „Touren“ gekommen, die Geschwindigkeit kann erhöht werden. Die Laufphase muss jeder individuell gestalten. Ziel, um ein Trainingsergebnis zu erreichen, ist, drei Mal wöchentlich 30 bis 45 Minuten durchgehend zu laufen. Vor dem Trainingsende soll eine cool-down Phase eingelegt werden, in der das Tempo reduziert und der Puls wieder beruhigt wird. Entspannend wirkt das Dehnen danach – dabei sollte die Dehnungsposition 30 bis 60 Sekunden gehalten werden. Die Muskeln werden besser durchblutet und die Regeneration wird begünstigt . Die richtige Technik beim Laufen ist leicht erlernt: der Oberkörper ist gerade, Ober- und Unterarme bilden einen rechten Winkel und schwingen in der Bewegung mit. Die Beinachse – Linie zwischen Sprung-, Knie- und Hüftgelenk – soll weder nach innen noch nach außen kippen.

 

„Spaß an der Bewegung“

Einige kleine Tipps zeigen große Wirkung im Laufsport, so Margreiter: „Das Seitenstechen ist kein Atem- sondern vielmehr ein Übungsproblem. Laufen mit vollem Magen, eine schwach trainierte Rumpfmuskulatur oder die sporadische Ausübung einer Bewegung können das Seitenstechen verstärken. Das „gemeine" Stechen verschwindet bei regelmäßiger Ausübung. Als Laufstrecken eignen sich besonders Forst- und Schotterwege, da diese gut dämpfen. Denn: Je härter der Untergrund, desto größer ist die Stoßbelastung auf die Gelenke.“ „Laufen soll Spaß machen. Freude an der Bewegung in der freien Natur ist das Wichtigste“, so der persönliche Lauftipp von Mario Stecher.

 

Das Sanatorium Kettenbrücke der Barmherzigen Schwestern

Das Sanatorium Kettenbrücke wurde 1910 am heutigen Standort von der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzenz von Paul gegründet. 150 Ärzte aus 24 Fachrichtungen und rund 250 Mitarbeiter sind dort tätig. Das private Krankenhaus verfügt über 150 Betten auf sieben Stationen. Zum Haus gehören zudem die neu gebaute PIK (Physiotherapie Innsbruck Sanatorium Kettenbrücke), das RIK (Radiologisches Institut Kettenbrücke Sanatorium Kettenbrücke), das 2008 eröffnete WIK (Wirbelsäulenzentrum Innsbruck Sanatorium Kettenbrücke) sowie die einzige private Geburtshilfe Tirols und eine Tagesklinik.

Die Schwerpunkte liegen in den Fachbereichen Augenheilkunde, Geburtshilfe, Innere Medizin, Neurochirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie. Ambulant und stationär werden jährlich über 20.000 Patienten behandelt – damit ist das Sanatorium Kettenbrücke eine der größten Privatkliniken Österreichs.

 

Weitere Informationen unter: www.sanatorium-kettenbruecke.at

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PT_SanatoriumKettenbruecke_Weltmeisterliche Lauftipps.pdf Dateigröße: 58 kB

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